Die Beelitz-Heilstätten - mehr als morbide Foto-Location und Schlagzeilen-Lieferant
Agonie eines Denkmals der Sozial- und Medizingeschichte

Heute sind sie "chic"-deprimierende Location für Fotografen und Models, gerieten in der jüngeren Vergangenheit in die Schlagzeilen als Tatort von grausigen Morden und als Negativ-Beispiel für den Umgang mit unersetzlichen Baudenkmalen: Die Beelitz-Heilstätten.

Aber der Gebäudekomplex im Brandenburgischen südlich von Potsdam hat mehr zu bieten. Das seit 25 Jahren sterbende Baudenkmal erzählt auf eindringliche Weise seine Geschichte(n): Die Geschichte einer Volkskrankheit des ausgehende 19. und beginnenden 20. Jarhhunderts, der Lungentuberkulose - und des Kampfs gegen die "Schwindsucht", wie die Tbc im Volksmund genannt wurde.

Und wer die mittlerweile baufälligen Gebäudekomplexe erkundet, dem erzählen die verrottenden Häuser auch die Geschichte des größten sowjetischen Militärhospitals nach dem Zweiten Weltkrieg außerhalb der Sowjetunion.

Eine dritte historische Randnotiz: Beelitz-Heilstätten bot dem ehemals mächtigen SED-Chef Erich Honecker einige Wochen Asyl nach seiner Haftentlassung.

Beelitz-Männerpavillion Nordost
Pavillon für lungenkranke Männer im nordöstlichen
Teil des Gebäudekomplexes. Fotos: Norbert Maas

Auf den folgenden Seiten habe ich einige Fakten zusammengetragen, die zum Verständnis meiner Beelitz-Bildergalerie beitragen. Eine ausführliche Zusammenfassung des Materials zum Thema "Beelitz-Heilstätten findetsich hier (Internetseite der Stadt Beelitz).

Text & Fotos © 2009 Norbert Maas

 
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Fotogalerie Beelitz-Heilstätten
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