Masch – meine „favorites“

Das Thema „Kirmes | Masch“ habe ich jetzt um zwei Farb-Variationen erweitert. Dafür boten sich mir thematisch zwei Motive an: Der längst zum „Rummel-Klassiker“ gewordene „Break-Dancer“ – und natürlich das Remake des Dampf-Riesenrads. Letzteres hatte in der von mir persönlich bevorzugten Schwarz-Weiss-Gestaltung das Missfallen eines Facebook-Nutzers provoziert (er blieb einsam und allein auf weiter Community-Flur. Die jetzthier und auf Facebook gezeigte Farbaufnahme entstand übrigens zeitgleich mit dem Bild in Graustufen (dank Wechselmagazinen an der klassischen Mittelformat-Kamera „Mamiya rb67“); der Film wurde aber erst jetzt entwickelt.

Die auf Farbnegativ-Film fotografierte Aufnahme des „Breal Dancer“-Motivs schrie geradezu nach einer Weiterverarbeitung in einem Farb-Stil, das an die frühen 1960er Jahre oder  auch Bilder aus Las Vegas erinnert. Ergänzt habe ich die Serie mit Schwarz-Weiss-Motiven von Fahrgeschäft-Begeisterten im Break Dancer und dem nach wie vor beliebten Auto-Scooter; außerdem noch einmal einige Bilder aus der Serie „Propeller“.

Text & Bilder: © 2018 Jos van Aaken-Maas

Für den Breakdancer bin ich definitiv zu alt – für das Dampfriesenrad wohl leider auch

Propeller, Breakdancer – oder doch
in den guten alten Scooter ?

Ganz ehrlich? Ich bin schon seit Jahrzehnten nicht (mehr) der schmerz- und schwindelfreie Rummel-Fan. Und selbst die traditionelle Frühjahrs-„Masch“, die Frühjahrsmesse auf dem Braunschweiger Schützenplatz an der Hamburger Straße, kann mich eher weniger reizen – anders als die „Kirmes“ meiner Kindertage am unteren Niederrhein, die für mich ein absolutes „Muss“ war. Aber am Sonntag galt es wieder einmal, eine klassische Kamera, die Rollei-Kleinbild-kamera Rolleiflex 3003, zu testen. Bis zur Masch ist es nicht weit, und das Wetter war mit strahlendem Sonnenschein plus Schönwetter-Gewölk optimal.

Nach meiner Rückkehr hatte sich meine seit langem abgeflaute Rummel-Lust nicht wiederbelebt; aber für einige reizvolle Fotomotive hatten die Schausteller dann doch gesorgt. Schauen Sie selbst. Hier zunächst Impressionen vom „Propeller“, einem rund 40 Meter hohen modernen Foltergerät, das aber (oder vielleicht deswegen) bei der Jugend offensichtlich der absolute „Burner“ ist:

Und hier noch einmal zwei Kirmes-Dauerbrenner: Der Breakdancer – und natürlich der gute alte Scooter:

Text & Bilder: © 2018 Jos van Aken

Haus-Portraits –
Gesichter meiner Stadt

Der sprichwörtliche Stadtbummel ist für mich immer wieder auch Futter für Augen und Seele . sei es durch die Begegnung mit vielerlei Menschen, sei es die Konfrontation mit dem „Gesicht“ der Stadt; das ist geprägt vor allem durch die Häuser, die Akzente setzen – von der echten oder mal mehr mal weniger gekonnt imitierten Idylle bis hin zu steinernen Zeugen dieser oder jener Zeit. Einige, für mich bemerkenswerte Häuser in Braunschweig werde ich in einer kleinen Serie portraitieren – so, wie ich sie sehe, getreu dem Thema meines Blogs „in meinen augen | in my eyes“. Hier erste Beispiele:

Ganz besondere städtebauliche Akzente setzen Eckhäuser. Einer dieser „eyecatcher“ ist dieses Haus an der Ecke Mühlenpfordtstraße/Straße Am Wendenwehr im Universitätsviertel. Im Erdgeschoß der Dönerladen „türkis“
Das ehemalige Porzellanhaus „Reinicke+Richau“ am Bohlweg schloss vorzehn Jahren. Seine eigenwillige Fassade erinnert heute noch an 99 Jahre Einzelhandel für zerbrechliche Schönheit. 20.000 Eheleute sollen in diesen Jahren Tische im Traditionsladen aufgestell haben, auf denen sie das präsentieren konnten, was sie sich so zur Hochzeit wünschten.
Meinungsvielfalt )und auch starre Geschmacksfronten) provoziert diese mutige Kombination aus mittelalterlichem Stein-Zeugnis und moderner Architektur: Die mittelalterliche Kemenate an der Hagenbrücke wurde für manche Braunschweiger zum „Stein des Anstoßes“, nachdem der Eigentümer einen kühnen Anbau wagte, um dort eine Kunstgalerie einzurichten. Wer mich fragt: Ich mag das Gebilde. Es täuscht nichts „altes“ vor, sondern verbindet Elemente des Mittelalters und der Gegenwart.

Die mittelalterliche Kirche St. Magni )im Hintergrund) und das von dem amerikanischen Künstler James Rizzi entworfene „Happy House“ im Vordergrund ist ein weiteres Beispiel für den lebendigen städtebaulichen Dialog,über die Jahrhunderte hinweg.

Text&Bilder © 2018 Jos van Aken

Abschied vom Weihnachts-„Schloss“

Man kann ja vom sogenannten Braunschweiger „Residenzschloss“, das nach dem Bau einer Kopie eine merkwürdige Mischung aus Verwaltungsdependence der Stadt und Einkaufszentrum ist, ja halten, was man auch immer darin sehen mag – in der Weihnachtszeit streiten sich die Braunschweiger allenfalls darüber, ob der Weihnachtsbaum auf dem Platz vor dem ECE nun im vorigen Jahr, größer oder grüner war – oder ab überhaupt früher mehr Lametta war (Loriot läßt grüßen).

Bevor traditionell nach dem Dreikönigstag endgültig das Festgemüse  verschwindet, habe ich die Chance genutzt, den festlich und umsatzfördernde herausgeputzten Platz in seiner Postkarten-Pracht festzuhalten – und weils nachts bekanntlich nicht nur kälter ist als draußen, sondern auch ein echter Katalysator in Sachen Sentimentalität, habe ich mich für meine Schlussbilder der Saison in dunkler Nacht mit meiner Kamera auf den Schlossplatz gestellt. Hier die ersten Bilder meiner  kleinen Serie: Braunschweiger stilles leuchtendes Nachtleben.

Text & Bilder: © 2018 Jos van Aken

4 Wochen Weihnachtsmarkt:
Eine kleine Bilanz in Bildern

Es war ja abzusehen – und wie üblich angekündigt: Alles Schöne hat mal ein Ende – auch der Weihnachtsmarkt. Nach einem ganzen Monat (vom 29. November bis zum 29. Dezember 2017 bei nur zwei Ruhetagen) haben die Kunsthandwerker und Händler ihre Sachen gepackt und mehr oder weniger geduldig auf den nächsten Weihnachtsmarkt rund um den Dom St. Blasii und auf dem Rathausvorplatz. Zeit für mich, noch einmal eine bildliche Bilanz meiner (nicht mehr ganz so häufigen, verglichen mit früheren Jahren) Besuchen des Trubels: Einige wenige neue Bilder sind noch hinzu gekommen – ansonsten hier Momentaufnahmen im Überblick als Galerie. (zum Anklicken auf die Bilder klicken).

Text & Bilder © 2017 Jos van Aken