Winuwuk, Wandelhalle und Wunderbrunnen

Bad Harzburg ist (nicht nur) für viele Braunschweiger so etwas wie das Tor zum Harz. Das Kurstädtchen am Nordrand des einigen  Mittelgebirges in Norddeutschland ist in einer knappen halben Stunde mit dem Auto zu erreichen. Die kurze Fahrt lohnt sich. Neben den vielen Möglichkeiten beim Wandern sich in der Natur zu erholen und „Natur pur“ als Balsam für Seele und Körper zu „tanken“, lohnt immer wieder auch ein  Besuch der kleinen Stadt, die einiges an Sehenswertem zu  bieten hat. Gestern waren wir mit ei ner lieben Freundin nach krankheitsbedingter rund zehnjähriger Harzburg-Abstinenz wndlich wieder im Tal der Radau. Hier einige fotografische Impressionen (zum Vergrößern Vorschaubilder anklicken:

Text und Bilder © 2018 Jos van Aken

Buskers – Braunschweigs Straßenmusik-Fest

Sie gehören in jeder Stadt zum Straßenleben: Musiker in den Fußgängerzonen und auf den Plätzen der Innenstädte. Eine geballte Ladung Straßenmusik bietet Braunschweig an diesem Wohenende: Das Straßenmusik-Festival „Buskers“ (das englische Wort für Straßenmusiker). Auf allen Plätzen und Straßen der Innenstadt machten Braunschweiger und ihre Gäste aus der Region Bekanntschaft mit bekannten und (noch) weniger bekannten Straßenmusiker aus (fast) aller Welt.

Ich bin am ersten Tag des Busker-Festivals mal durch die Stadt gerollt und habe einige fotografische Impressionen gesammelt (Zum Vergrößern die Bilder der Galerie anklicken)

Text und Fotos © 2018 Jos van Aken

Blicke zurück in die (Tetzel-)Kiste
und 95 wirbelnde Luther

Zu den Höhepunkten im Reformationsjahr. mit dem überall in Deutschland an die 95 Thesen erinnert  wurde, die Martin Luther vor 500 Jahren in Wittenberg veröffentlichte und damit die Trennung von katholischen und evangelischen Christen auslöste, gehörten in Braunschweig unter anderem zwei künstlerische Installationen: Da waren zum einen die sturmumwehten 95 Stelen des Bildermachers Wolf Menzel, die einen sich munter im Wind rotierenden Martin Luther im Pop-Art-Stil zeigten (plus eine Stele mit dem Portrait von Johannes Bugenhagen, eines Weggefährten Luthers, der auch in Braunschweig wirkte). Hier einige der Fotos, die ich von der Aktion  Menzels auf dem Platz vor den Schloss-Arkaden gemacht hatte. (Zum Vergößern der Bilder aus dieser kleinen Galerie einfach in das jeweilige Bild klicken)

Und dann war da noch der wandernde Übersee-Container, den der Graffiti-Künstler Olf Lupin in einen symbolischen übergroßen begehbaren  „Tetzlaff-Kasten“ verwandelt hatte. Der Tetzelkasten war zu Luthers Zeiten der Kasten zum Sammeln der Erlöse aus dem Ablassverkauf durch den Dominikanermönch Johann Tetzlaff; das war eine einer florierende Geschäftsidee der römisch-katholischen Kirche, die unter anderem Luther zu seinen berühmten 95 Thesen und der Abkehr von Rom bewegt hatte. Um die Menschen zum Kauf seiner Ablassbriefe zu bewegen, die von Sünden „befreien“ sollten,  ließ Tetzel einen Teufel auf den Kasten malen, der die armen Seelen im Fegefeuer quält. Darüber stand geschrieben: „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt.“

Die „Tetzlaff-Kiste“ war von Ende August bis Oktober in Braunschweig „unterwegs“. An Standorten vor mehreren markanten Kirchen wie der Magni-Kirche, der Brüdern-Kirche und dem Dom wurde der mit Graffiti bemalte Überseecontainer zur Spielstätte für musikalische und literarische Aktionen des Kulturnetzwerks „Die Stadtfinder“.

Auch dieser Höhepunkt der Feiern zum Luther-Jahr in Braunschweig war Motiv für einige Fotos, die ich an den Standorten der  „Tetzlaff-Kiste“ neben der Magni-Kirche und vor dem Braunschweiger Dom machte.(Zum Vergößern der Bilder aus dieser kleinen Galerie einfach in das jeweilige Bild klicken)

Text und Fotos © 2017 Jos van Aken

 

Herbst entschädigt für „Fake-Sommer“

Der sich nun wohl endgültig verabschiedende Sommer wurde dem Idealbild, was wir sorgsam in uns hegen und pflegen, ja nun wirklich nicht gerecht. Und ob wir in diesem Jahr und in unseren Breiten den berühmten "indian summer" genießen werden, der ja eigentlich im Norden der USA und in Kanada zu Hause ist – wer weiß   — Ich würde mich ja schon mit der mitteleuropäischen Variante dieses werebewirksamen Wetterphänomens, dem Altweibersommer,  zufrieden geben. Aber den heutigen Tag – den kann uns kein Miesepeter und kein Wetter-Grantler mehr nehmen: Herbst in seiner seiner schönsten Form.