Danz op de Brunswiek-„Schloss“-Deel

Tanzen ist nicht so mein Ding – und das war immer schon so, nicht erst seit ich im Rollstuhl unterwegs bin. Und auch Trachten finde ich allenfalls mäßig interessant (unter geschichtlichen und sozialen Aspekten) – ich selbst hülle mich aber eher in Jeans und Pullis. Als der Landestrachtenverband Niedersachsen am vergangenen Sonntag allerdings zum „Tag der Tracht“ nach Braunschweig einlud, warfich alle Voreingenomenheiten bezüglich rhythmischer Bewegtheit und rückwärtsgewandter Kleiderordnungen kurzentschlossen über Bord – und nutzte die Gelegenheit zu Versuchen mit vor sich allem schnell bewegenden Objekten. Ich habe dazu überwiegend eine „analoge“ Kamera, die Mamiya 645 1000 S mit manueller Fokussierung eingesetzt.

(Bilder für größere Ansicht anklicken)

Die im auf Schwarzweiß-Negativfilm (Ilford FP4 Plus) aufgenommenen Bilder wurde gescannt (Canon 9000 Mark II – Auflösung 2400) und in Photoshop mit Filtern der Nik Collection bearbeitet.

Zusätzlich habe ich noch einige Bilder rein digital mit der Sony DSC QX 10 gemacht:

Text & Fotos: © 2017 Jos van Aken

Ziemlich cool unterm Wasserfall

Manchmal setze ich mich einfach an meinen Wasserfall und markiere den coolen Typ oder so.

Das Original plätschert seit 1989 im Botanischen Garten Braunschweig  im schattigen Rhododendron- und Farntal – mit der Bronze-Skulptur "Judith" der Braunschweiger Künstlerin Sabine Hoppe. Seit einiger Zeit spendet der Wasserfall auch in unserer Wohnung schattige Kühle (zumindest bildlich)

Es ist ein 1,20 Meter breiter Textildruck einer meiner zahlreichen Fotos, die ich immer wieder von diesem Motiv mache (Kamera: Mamiya rb67 aus den 1970er Jahren)

Text und Fotos ©  2017 Jos van Aken

Herbst entschädigt für „Fake-Sommer“

Der sich nun wohl endgültig verabschiedende Sommer wurde dem Idealbild, was wir sorgsam in uns hegen und pflegen, ja nun wirklich nicht gerecht. Und ob wir in diesem Jahr und in unseren Breiten den berühmten "indian summer" genießen werden, der ja eigentlich im Norden der USA und in Kanada zu Hause ist – wer weiß   — Ich würde mich ja schon mit der mitteleuropäischen Variante dieses werebewirksamen Wetterphänomens, dem Altweibersommer,  zufrieden geben. Aber den heutigen Tag – den kann uns kein Miesepeter und kein Wetter-Grantler mehr nehmen: Herbst in seiner seiner schönsten Form.

Uralte neue Klänge in der City

Musik auf der Straße gehört zum Leben in den Städten. Einmal durch eine Fußgängerzone schlendern ersetzt eine ganze Reise durch die verschiedensten Genres der Welt der Töne, Melodien, Rhythmen und Harmonien. Grenzen gibt es da nicht. Und: Es gibt immer wieder Neues zu entdecken – wie vor einigen Tagen in Braunschweig. Ein Chinese saß auf seinem kleinen wackligern Klapphocker und hatte ein seltsames Instrument auf dem Schoß, dem er wundersame, sphärische, geradezu magische Töne entlockte.

Der Virtuose aus dem fernen Osten spielte ein Musikinstrument, das wahrscheinlich seit Jahrtausenden in der Mongolei und seit dem 10. Jhdt.n.Chr. in China populär wurde und seit jeher "die erste Geige" in der klassischen chinesischen Nationaloper spielt: Die èrhú, eine zweisaitige Geige.

Text & Bilder © 2017 Jos van Aken