Ein Loch ist genug –
und manchmal auch der Anfang …

„Alles schon mal da gewesen“ – die „Pinhole“-Fotografie, die bei gestaltungs- und experimentierfreudigen Bildermachern gerade (mal wieder) unter mannigfachen Aspekten eine sowohl farbige als auch mit Grautönen gestaltende Renaissance vor allem in der Fotografie mit und auf Film erfährt, ist an sich ein Uralt-Hut (einer mit Loch).

Typisches Pinhole-Bild: Eingang zum Inselwall in Braunschweig. Kamera: Umgebaute Box-Kameraera Agfa Clack (Anfang der 1950er Jahre) Die simple Meniskus-Linse des Objektivs mit der Brennweite mit etwa 100 mm Brennweite bei einem Film(Negativ)Formal von 6×9 cm habe ich ausgebaut und durch eine Lochblende von 0,3 mm ersetzt. Das ergibt rechnerisch eine Blendenöffnung von 240 – daher die weiträumige Tiefenschärfe.

Fast die gleiche Perspektive auf das Tor zum Inselwall – diesmal mit einer Profi-Mittelformatkamera Baujahr 1974, der einäugigen Spiegelreflex Mamiya rb67 mit einem hochwertigen Weitwinkel-Objektiv (Sekor 4,5/50), abgeblendet auf Blendenöffnung 11.

„Ein Loch ist genug –
und manchmal auch der Anfang …“
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Sonne tanken
für die Bienen und so

Irgendwann musste es ja passieren – und heute war es endlich so weit: Über Nacht hatten sich die ersten der (Vor-) Frühlingsblumen im Botanischen Garten Braunschweig herausgetraut. Und jetzt weisen sie alles andere als dezent darauf hin, dass es los gehen kann mit der Blüherei, den Bienen und so ..

eine seefahrt – die ist lustig
mein seegang war eher kalt

das unvermeidliche alter und die fast ebenso obligatorische tattrigkeit hätte ich ja längst für eine dieser beliebten see- besser noch kreuzfahrten. das bildungsfernsehen mit seinen unendlichen geschichten vom alptraumhaften traumschiff – sei es die gute alte „astor“ oder die „deutschland“ nicht zu vergessen die „berlin“ mittlerweile zwei weitere dicke – und natürlich persilweiß gepinselte pötte) verdarb mir schon in jungen, absolut kreuzschiff-unverdächtigen tagen ein für alle mal die lust  an chefstewardessen, geschniegelten kapitänen in ausgehuniform, vom captains dinner und der albernen eisbomben-parade mal ganz zu schweigen.

nein, meine wässrigen leidenschaftenbeschränken sich auf tret- und ruderboote, ruhige gewässer wie unser hausflküsschen, die oker, und die sichere aussicht auf ein baldiges erreichen des ufers und des bodens unter den füßen.

der mehr oder weniger christlichen seefahrt ziehe ich denn auch den seegang vor – auch und gerade, umein neues jahr zu begrüßen. die heimische see finde ich in nächster nähe – und zwar gleich mehrfach. in diesem jahr habe ich für meinen neujahrs-seegang nicht den südsee (nicht zu verwechseln mit der südsee) ausgewählt – da sind mir um feeiertage herum einfach zuvieleleute, sondern den kleinen, aber feinen dowesee mitten im schul- und bürgergarten in der braunschweiger nordstadt am rande des siegfriedviertels. hier einige impressionen vom sylvesternachmittag.

herbst – erinnerungen
autumn – memories

ganz ehrlich – ich kann mich nicht entscheiden, welche jahreszeit ich lieber mag: den frühling mit seinem neuen leben, mit frischem grün und ebenso stimmungsaufhellender quietscher neuer blütenpracht – oder eben doch den herbst mit seinem in verführerischen farben sterbendem laub-teppich, den unsere freunde, die bäume uns schenken, damit sie fein sparsam gut durch den winterkommen. nicht zu vergessen das ganz besondere herbstlicht und der stürmische wind, unseren kopf frei bläst.

ich habe mal in alten bildbeständen meiner fotografischen arbeiten gestöbert und bin dabei vor allem auf das jahr 2008 gestoßen. das scheint ein regelrechter bilderbuch-herbst gewesen zu sein (und der letzte herbst, den unser geliebter hund waldi ganz gesund mit uns erleben durfte; ein jahr später ging es sowohl waldi als auch mir – mit dem frisch diagnostizierten parkinson – nicht mehr so wirklich gut).

hier einige herbst-erinnerungen:

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im museumpark ist der laubteppich unter den alten bäumen immer besonders üppig
die oker in herbstliche ufer gebettet
die oker in herbstliche ufer gebettet
die letzten früchte des jahres - nicht nur bei vögeln heiß begehrt
die letzten früchte des jahres – nicht nur bei vögeln heiß begehrt
laubgemälde - künstler: die natur
laubgemälde – künstler: die natur
super-model waldi wusste den herbstlichen hintergrund zu schätzen
super-model waldi wusste den herbstlichen hintergrund zu schätzen
waldi_herbstbank_0001
… und krisen werden im herbst besonders farbenfroh einfachausgesessen