Uralte neue Klänge in der City

Musik auf der Straße gehört zum Leben in den Städten. Einmal durch eine Fußgängerzone schlendern ersetzt eine ganze Reise durch die verschiedensten Genres der Welt der Töne, Melodien, Rhythmen und Harmonien. Grenzen gibt es da nicht. Und: Es gibt immer wieder Neues zu entdecken – wie vor einigen Tagen in Braunschweig. Ein Chinese saß auf seinem kleinen wackligern Klapphocker und hatte ein seltsames Instrument auf dem Schoß, dem er wundersame, sphärische, geradezu magische Töne entlockte.

Der Virtuose aus dem fernen Osten spielte ein Musikinstrument, das wahrscheinlich seit Jahrtausenden in der Mongolei und seit dem 10. Jhdt.n.Chr. in China populär wurde und seit jeher "die erste Geige" in der klassischen chinesischen Nationaloper spielt: Die èrhú, eine zweisaitige Geige.

Text & Bilder © 2017 Jos van Aken

selfie – neuzeitlicher kinky-hype?
von wegen!

Das Selfie an sich gilt ja als eine segensreiche (oder auch verfluchte Erfindung (man kann ja auch Nebenwirkung oder Risiko sagen) am Rande des Smartphones. Natürlich ist das eines der berühmten „modernen Mythen“ oder auch Großstadtlegenden oder „urban tales“. Die Wahrheit ist: Selfies gab es immer schon; nur hießen sie früher mal „Selbstportraits“.

Typisch 80er – hier bei der Arbeit für den NDR

Das klingt nicht ganz so angesagt, posh und kinky wie „selfie“ – aber immerhin waren es früher nicht Lieschen Müller, Lady Gaga oder Otto Maier (mit ai bitte), die sich selbst bildlich unters Volk brachten, sondern die großen Meister der Malerei und des Zeichenstifts, die sich selbst beobachteten, in sich gingen sozusagen und sich dann – wenn sie schon mal so kontemplativ waren – zu (Bütten)Papier oder Leinwand brachten.

„selfie – neuzeitlicher kinky-hype?
von wegen!“
weiterlesen

edvard m. lässt grüßen

try and error – nicht unbedingt die schlechteste methode der kreativität. zumindest kann ein wenig erfolgreicher versuch im weiten feld gestalterischen schaffens auch schon mal weiter helfen. das bild oben ist natürlich keineswegs der lächerliche versuch, den große edvard munch und seinen „schrei“ nachahmen zu wollen. aber letztlich hat der norweger künstler mit seinem bekanntesten expressionoistischen gemälde, das in gestalt einer unzahl von kopien zu einer art evergreen der bildenden kunst wurde, mich doch zumindest in meiner phantasie angestupst. eigentlich sah das bild so aus: „edvard m. lässt grüßen“ weiterlesen