Haus-Portraits –
Gesichter meiner Stadt

Der sprichwörtliche Stadtbummel ist für mich immer wieder auch Futter für Augen und Seele . sei es durch die Begegnung mit vielerlei Menschen, sei es die Konfrontation mit dem „Gesicht“ der Stadt; das ist geprägt vor allem durch die Häuser, die Akzente setzen – von der echten oder mal mehr mal weniger gekonnt imitierten Idylle bis hin zu steinernen Zeugen dieser oder jener Zeit. Einige, für mich bemerkenswerte Häuser in Braunschweig werde ich in einer kleinen Serie portraitieren – so, wie ich sie sehe, getreu dem Thema meines Blogs „in meinen augen | in my eyes“. Hier erste Beispiele:

Ganz besondere städtebauliche Akzente setzen Eckhäuser. Einer dieser „eyecatcher“ ist dieses Haus an der Ecke Mühlenpfordtstraße/Straße Am Wendenwehr im Universitätsviertel. Im Erdgeschoß der Dönerladen „türkis“
Das ehemalige Porzellanhaus „Reinicke+Richau“ am Bohlweg schloss vorzehn Jahren. Seine eigenwillige Fassade erinnert heute noch an 99 Jahre Einzelhandel für zerbrechliche Schönheit. 20.000 Eheleute sollen in diesen Jahren Tische im Traditionsladen aufgestell haben, auf denen sie das präsentieren konnten, was sie sich so zur Hochzeit wünschten.
Meinungsvielfalt )und auch starre Geschmacksfronten) provoziert diese mutige Kombination aus mittelalterlichem Stein-Zeugnis und moderner Architektur: Die mittelalterliche Kemenate an der Hagenbrücke wurde für manche Braunschweiger zum „Stein des Anstoßes“, nachdem der Eigentümer einen kühnen Anbau wagte, um dort eine Kunstgalerie einzurichten. Wer mich fragt: Ich mag das Gebilde. Es täuscht nichts „altes“ vor, sondern verbindet Elemente des Mittelalters und der Gegenwart.

Die mittelalterliche Kirche St. Magni )im Hintergrund) und das von dem amerikanischen Künstler James Rizzi entworfene „Happy House“ im Vordergrund ist ein weiteres Beispiel für den lebendigen städtebaulichen Dialog,über die Jahrhunderte hinweg.

Text&Bilder © 2018 Jos van Aken

Autor: Jos van Aken

Herausgeber und Autor der multimedialen Blogs chronischLEBEN (Texte, Fotos, Audio, Video) und des Fotoblogs "in meinen Augen | in my eyes"

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