Ein bisschen Herbst
– gab es dann doch noch

Mit den Jahreszeiten und ihren obligatorischen Erscheinungsformen war es ja 2017 so ’ne Sache für sich; warten wir ab, ob und was der Winter uns noch so bringt. Aber vorher habe ich noch rasch versucht, den Herbst in einigen Bildern festzuhalten. Alle Bilder mit der Mamiya rb67. Zum Vergrößern die Bilder in der Galerie anklicken

Text & Bilder ©  2017 Jos van Aken

Grau am Dowesee – passt

Endlich mal „stimmt“ das Wetter. Anfang November hat das jahreszeitliche Herbst-Grau  sich pünktlich an seine Pflicht erinnert und vertreibt die letzten spärlichen Reste des angeblich „Goldenen“ Oktobers; der hatte sich ja eher spärlich gezeigt.

Wie auch immer: Der Volksmünder behaupten ja, jede Jahreszeit hätte ihre schönen Seiten. Als notorisch skeptischer Mensch schau ich da doch mal lieber persönlich nach  – und tatsächlich: Der November graut so vor sich her, dass es eine wahre Pracht ist – eine ziemlich graue, aber Pracht bleibt Pracht.

Die Beweisfotos habe ich übrigens im Schul- und Bürgergarten am Dowesee mit einer klassischen Kamera gemacht: Der rund 50 Jahre alten, rein mechanisch und auf Film speichernden Rolleiflex 2.8. Für Freunde der sogenannten analogen Fotografie: Zum Einsatz kam ein Rollfilm der Firma Ilford, der FP4 plus. (Bilder größer anschauen? Einfach anklicken)

Text & Fotos:© 2017 Jos van Aken

Herbst entschädigt für „Fake-Sommer“

Der sich nun wohl endgültig verabschiedende Sommer wurde dem Idealbild, was wir sorgsam in uns hegen und pflegen, ja nun wirklich nicht gerecht. Und ob wir in diesem Jahr und in unseren Breiten den berühmten "indian summer" genießen werden, der ja eigentlich im Norden der USA und in Kanada zu Hause ist – wer weiß   — Ich würde mich ja schon mit der mitteleuropäischen Variante dieses werebewirksamen Wetterphänomens, dem Altweibersommer,  zufrieden geben. Aber den heutigen Tag – den kann uns kein Miesepeter und kein Wetter-Grantler mehr nehmen: Herbst in seiner seiner schönsten Form.

herbst – erinnerungen
autumn – memories

ganz ehrlich – ich kann mich nicht entscheiden, welche jahreszeit ich lieber mag: den frühling mit seinem neuen leben, mit frischem grün und ebenso stimmungsaufhellender quietscher neuer blütenpracht – oder eben doch den herbst mit seinem in verführerischen farben sterbendem laub-teppich, den unsere freunde, die bäume uns schenken, damit sie fein sparsam gut durch den winterkommen. nicht zu vergessen das ganz besondere herbstlicht und der stürmische wind, unseren kopf frei bläst.

ich habe mal in alten bildbeständen meiner fotografischen arbeiten gestöbert und bin dabei vor allem auf das jahr 2008 gestoßen. das scheint ein regelrechter bilderbuch-herbst gewesen zu sein (und der letzte herbst, den unser geliebter hund waldi ganz gesund mit uns erleben durfte; ein jahr später ging es sowohl waldi als auch mir – mit dem frisch diagnostizierten parkinson – nicht mehr so wirklich gut).

hier einige herbst-erinnerungen:

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im museumpark ist der laubteppich unter den alten bäumen immer besonders üppig

die oker in herbstliche ufer gebettet
die oker in herbstliche ufer gebettet

die letzten früchte des jahres - nicht nur bei vögeln heiß begehrt
die letzten früchte des jahres – nicht nur bei vögeln heiß begehrt

laubgemälde - künstler: die natur
laubgemälde – künstler: die natur

super-model waldi wusste den herbstlichen hintergrund zu schätzen
super-model waldi wusste den herbstlichen hintergrund zu schätzen

waldi_herbstbank_0001
… und krisen werden im herbst besonders farbenfroh einfachausgesessen